Beschläge mit Anschlussbearbeitungen einfach erstellen

Dieser Blog zeigt grundlegend, wie man einen selbst erstellten
Beschlag in der „Volumen Bibliothek“ abspeichert und über Punktsymbole an
beliebigen Stäben einfügt.
Die Voraussetzung hierfür ist das Modul „DICAM-Premium“.

Das Beispiel zeigt einen Winkel mit je einer Bohrung in den Schenkeln. Der
Beschlag soll nach dem Positionieren durch „Neuberechnen“ entsprechende
Bohrungen in den Hölzern erzeugen.

Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum Beschläge mit Hilfe von
Punktsymbolen eingefügt werden sollten, wenn diese bereits in der „Volumen
Bibliothek“ abgelegt wurden. Die Punktsymbole bieten folgende Vorteile
gegenüber der „Volumen Bibliothek“:

• Einfacheres Positionieren der Beschläge.
• Möglichkeit den Beschlag mehrfach anzubringen.
• Durch Punktsymbole können Bearbeitungen erzeugt werden, die
  unabhängig vom Beschlag sind.
• Es können Verbindungsmittel zugewiesen werden, die in einer
  Verbindungsmittelliste ausgegeben werden können.

1. Beschlag erstellen

Zunächst muss der Beschlag mit den notwendigen Bearbeitungen erstellt werden. Ein Beschlag sollte keine Maschinenbearbeitungen enthalten. Diese können über den Befehl „Stabweise löschen“ (3-1-3) gelöscht werden.


2 Bearbeitungen erstellen

Nun müssen die Stäbe diejenigen Bearbeitungen erhalten, die vom Beschlag
automatisch erzeugt werden sollen. In diesem Beispiel werden Bohrungen in
den Hölzern erzeugt.


3 „Beschlagsbearbeitungen“ übertragen

Über den Befehl „Einzelstab“ werden die Bohrungen in den Hölzern an den
Beschlag übertragen. Dabei entstehen „harte Beschlagsbearbeitungen (4)“.

Man geht dazu wie folgt vor:
• Befehl „Einzelstab“ (3-1-1) aufrufen und einen Stab wählen.
• Die zu übertragenden Bearbeitungen markieren.
• Button „Übertragen“ klicken.
• Den Beschlag auswählen.

Nun hat der Beschlag die Information, eine Bohrung im benachbarten Holz zu
erzeugen. Wenn unter „Darstellung“ (1-7-1) die „Bearbeitungen Typ 4“
angehakt wird, werden diese grafisch dargestellt.

Einen Ausführlicheren Beitrag zu Typ 4 Bearbeitungen finden Sie hier!

4 Beschlag in der DICAM Bibliothek speichern

Bevor der Beschlag in der „Volumen Bibliothek“ abgespeichert werden kann, muss ein „Freies Koordinatensystem“ erzeugt werden. Das Koordinatensystem kann mit dem Befehl „Koordinatensystem erzeugen“ (2-07-5) bestimmt werden.

Damit der Beschlag richtig am Stab angebracht wird, muss das „Freie Koordinatensystem“ gleich wie das Flächenkoordinatesystem des Stabes, an dem der Beschlag positioniert wird, ausgerichtet sein. In diesem Beispiel ist es sinnvoll, dass das „Freie Koordinatensystem“ in Beschlagsmitte angebracht ist.

Je nach zu positionierendem Beschlag muss vom Anwender ein sinnvoller (Positionier-)Punkt für das „Freie Koordinatensystem“ gewählt werden. Beim Ablegen des Beschlags in die „Volumen Bibliothek“ muss das „Freie Koordinatensystem“ aktiv sein.

Über den Befehl „Volumenbibliothek“ (1-5-1) wird nun der Beschlag in der„Volumen Bibliothek“ gespeichert. Es ist sinnvoll ein eigenes Verzeichnis für die eigenen Beschläge anzulegen.


5 Punktsymbol erstellen

Nun muss der „PSB – Editor“ (3-2-6) gestartet und ein neues Punktsymbol angelegt werden. Um ein wieder finden der Punktsymbole zu erleichtern, sollte auch hier ein neues Verzeichnis angelegt werden.

Damit der Beschlag an beliebigen Stabseiten angebracht werden kann, wird die Bezugsseite als „Variable“ definiert. Als „Vorschlagswert“ wird die „Seite C“ bestimmt. In der Spalte „Einheiten“ muss dementsprechend „C-F“ gewählt werden.Klicken Sie nun auf weiter.

Um ein „Volumen Bibliothekselement“ einzufügen, muss als Bearbeitung „Referenz Bibliothekselement“ gewählt werden.

Als „Bezugseite“ wird die zuvor definierte „Variable“ ausgewählt. Unter „Referenz“ muss der Pfad zum „Volumen Bibliothekselement“ gewählt werden.


Zum Positionieren des Beschlags muss man als „Quermaß Y“ die halbe Pfostenhöhe eingeben, da beim Beschlag das „Freie Koordinatensystem“ in die Mitte gelegt wurde. Dazu kann der Formeleditor verwendet werden, der mit dem „Formeleditorbutton“ aufgerufen wird. Unter „Systemvariablen“ kann
die Variable „QP: Höhe par. Bezugsseite“ ausgewählt werden. Sie wird durch klicken des „Pfeils“ in die Formel übernommen. Diese Variable muss nun noch durch zwei geteilt werden.

Alle anderen Werte sind auf „0.000m“ zu setzen.


Bei Bedarf können noch weitere Bearbeitungen (z. B. Verbindungsmittel)
diesem Punktsymbol zugeordnet werden.


6 Punktsymbol einfügen
Nach Fertigstellung des Punktsymbols kann dieses über
den Befehl „Zuweisen“ (3-2-2) positioniert werden.

7 Bauteile neuberechnen
Damit die Bohrungen in den Hölzern erzeugt werden, müssen diese neuberechnet werden. Das bedeutet, dass die „harten Beschlagsbearbeitungen (4)“ nun „weiche Anschlussbearbeitungen (5)“ erzeugen.
Dazu wird der Befehl „Neuberechnen“ (3-1-9) aufgerufen und die Stäbe gewählt, die eine „5er
Anschlussbearbeitung“ erhalten sollen.

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