Update 2007, Liste der Erweiterungen

Liste der Leistungen für Update 2007, Version 7

Videos zu verschiedenen Punkten: update.dietrichs.com

1      Bauwerk

1.1        Allgemein

Die Analysen zum Finden von geschlossenen Konturen wurde so erweitert, dass sowohl überstehende Linienenden entfernt als auch Lücken geschlossen werden. Dies wirkt sich insbesondere aus bei der Übernahme von Wänden (Außen-, Innenkontur, Referenzachse) für Hauskonturen (Dachausmittlung) oder Deckenfelder.
Volumeninfo – Erzeugung: Bauteile, die durch HRB, Blockbau, Elementierung oder Dachassistent erzeugt wurden, werden bei einer entsprechenden Neuberechnung wahlweise wieder ersetzt. Damit diese Bauteile bei einer Neuberechnung wie manuell erzeugte Bauteile behandelt werden, kann in der Volumeninfo der Parameter ‚Erzeugung‘ auf ‚manuell‘ gestellt werden. Die Funktion zur Einstellung der Volumeninfo kann in jedem Modellbereich, gegebenenfalls im Menü der mittleren Maustaste, aufgerufen werden.

1.2        Funktionen für das ganze Gebäude

Gebäude schieben: Das ganze Gebäude oder einzelne Stockwerke, Dächer oder Bauteile der Freien Konstruktion können verschoben werden. Dabei können sie gleichzeitig in der Höhe verschoben und gedreht werden.
Gebäude drehen: Das ganze Gebäude oder einzelne Stockwerke, Dächer oder Bauteile der Freien Konstruktion können verdreht werden. Dabei können sie gleichzeitig in der Höhe verschoben werden.
Gebäude kopieren: Das ganze Gebäude oder einzelne Stockwerke, Dächer oder Bauteile der Freien Konstruktion können kopiert werden. Es besteht die Möglichkeit Stockwerks- und Dachnummern der Kopie neu zu vergeben. Gleichzeitig kann in der Höhe verschoben und um den Einfügepunkt gedreht werden.

1.2.1     Neues optionales Modul Gebäudebibliothek

Das ganze Gebäude, Wände oder Decken einzelner Stockwerke, Dächer oder Bauteile der Freien Konstruktion können in eine Bibliothek gespeichert werden. Das Bibliothekselement befindet sich in einem beliebigen Verzeichnis und hat einen beliebigen Namen. Ein mehrzeiliger Kommentar kann weitere Informationen enthalten. Beim Einlesen eines Bibliothekselementes können wiederum Wände oder Decken einzelner Stockwerke, Dächer oder Bauteile der Freien Konstruktion getrennt gelesen werden. Es besteht die Möglichkeit Stockwerks- und Dachnummern der eingelesenen Elemente neu zu vergeben. Gleichzeitig kann in der Höhe verschoben und um den Einfügepunkt gedreht werden.

1.3        Schwerpunkte, Gewichte

In der Wand-, Deckenkonstruktion und Dachtragwerk ist unter ‚1 Datei – 4 Extras – 1 Schwerpunkte‘ eine Funktion zur Ermittlung des Gewichtes und Schwerpunktes von entsprechenden Gebäudeelementen eingebaut worden.

  • Die Ebenen, die berücksichtigt werden sollen, können bestimmt werden. Damit kann das Gewicht und der Schwerpunkt für die Ausbaustufe bestimmt werden, in der das Element auch tatsächlich gehoben werden muss.
  • Die Ermittlung erfolgt für einzelne Elemente. Liegen keine Elemente vor, so erfolgt sie automatisch für das ganze Gebäudelement.
  • Der Schwerpunkt wird am Bildschirm und im Plan mit einem besonderen Zeichen dargestellt. Er wird als Bezug eingesetzt um die Aufhängepunkte anzugeben oder entsprechende Bearbeitungen zu positionieren. Im Bauwerk wird die Darstellung der Schwerpunkte über den Eintrag ‚Aufmaßelemente‘ geschaltet.
  • In der Planablage wird der Schwerpunkt auf einem eigenen Layer mit ausgegeben. Die Legende enthält eine zusätzliche Angabe über die verwendeten Ebenen und deren Gewicht.
In allen Modellbereichen und besonders in der Freien Konstruktion kann in der Volumeninfo das wahre Gewicht und der Schwerpunkt von einzelnen Bauteilen bestimmt werden.

  • Die Position des Schwerpunktes im Bauteil, sein wahres Volumen und wahres Gewicht werden in der Volumeninfo angezeigt.
  • Der Schwerpunkt wird am Bildschirm und im Plan mit einem besonderen Zeichen dargestellt. Er wird als Bezug eingesetzt um die Aufhängepunkte anzugeben oder entsprechende Bearbeitungen zu positionieren. Im Bauwerk wird die Darstellung der Schwerpunkte über den Eintrag ‚Aufmaßelemente‘ geschaltet.
  • In der Planablage wird der Schwerpunkt auf einem eigenen Layer mit ausgegeben. Die Legende enthält eine zusätzliche Angabe über das wahre Gewicht.

1.4        Grundriss

Unter dem Menüpunkt Grundriß – 1 Datei – 7 Einstellungen – 7 Grenzwerte kann die Verschneidung von Wänden beeinflußt werden. Erfolgte bislang die Verschneidung Aufgrund des Kontaktes der Wandkörper, so kann nun auch ‚Referenzachse‘ eingestellt werden. Dann werden Wände nur automatisch an Ecken und T-Stößen verschnitten, deren Referenzachsen sich genau berühren. Mit dieser Einstellung werden Wände seltener automatisch verschnitten; man kann also komplexe Situationen besser eingeben. Es ist zum anderen auch möglich Wände zu verschneiden, deren Wandkörper sich nicht berühren, z.B. wenn die Referenzachse außerhalb des Wandkörpers liegt.

1.5        Wandkonstruktion und Deckenkonstruktion

Im Dialog der Platteneingabe können nun auch Dicke, Lage und Tiefenposition geändert werden.
Mit der neuen Funktion ‚Bauteile – Platten vereinen‘ werden jeweils zwei Platten vereint. Das dabei verwendete Verfahren erzeugt eine Platte mit einer Form als hätte man ein Gummiband um die Ansicht der beiden ursprünglichen Platten gelegt; konkave Ecken gehen also verloren aber die Platten können einen beliebigen Abstand zueinander haben (z.B. Luft). Die Kanten der Platten (Schmalflächen) sind danach senkrecht zur Wandansicht. Voraussetzung für das Vereinen ist: Gleiche Ebene, Identnummer, Dicke und geometrischen Lage in Y-Richtung der Wand.
In der Funktion ‚Bearbeitungen – Schnitte – Ausschnitt‘ kann in der Ansicht der Wand ein geschlossenes Polygon definiert werden, dass aus den gewählten Platten ausgestanzt wird. Es können alle sichtbaren Platten der Wand gewählt werden, auch wenn diese in verschiedenen Lagen liegen.
Aufruf Verschneidungssätze (Voraussetzung: DICAM für Zimmerer): Die Verschneidungssätze können nun auch direkt aus der Wandkonstruktion aufgerufen werden. Dort werden nur Bauteile berücksichtigt, die auch am Bildschirm sichtbar sind. Von den Wandkörpern wir nur der der aktuellen Wand berücksichtigt.

1.6        HRB

Die HRB-Belegung kann nun auch im Modellbereich Wandkonstruktion aufgerufen werden. Aufteilpunkte können hier nun gesetzt und gelöscht werden; das Löschen erfolgt dabei wie im Grundriß für alle Aufteilpunkte der Wand. Der Aufruf für den HRB-Editor wurde ebenfalls eingebaut.
Es wird angestrebt den lichten Abstand zwischen Feldstützen und den nächsten vertikalen Stäben möglichst konstant zu halten; er sollte die Hälfte von Plattenbreite plus Luft abzüglich Breite Aufteilständer und Feldstütze betragen. Wenn die lichten Felder beiderseits der Feldstütze nicht diesen Wert haben, so wird unter bestimmten Bedingungen automatisch versucht die Feldstütze so zu verschieben, dass eines der beiden Felder diese lichte Breite hat. Dabei wird bevorzugt das Feld vergrößert, das von dem nächsten Wandende oder der nächsten Feldgrenze am weitesten weg liegt. Die Bedingungen sind:

  • In der Belegung ist die Anzahl der Feldstützen gleich 1.
  • Es beziehen sich keine zweiten Aufteilständer auf dieselbe Bezugsebene.
  • Wenn sich weitere Beplankungen auf dieselbe Bezugsebene beziehen, so müssen diese einen Versatz von 0 haben.
  • Die Feldstützen und die berücksichtigten vertikalen Stäbe gehören zur Ebene 0.

Es ist darauf zu achten, dass die Bezugsebene nicht an anderer Stelle eingetragen ist, wo sie gar nicht benötigt wird; z.B. wenn eine Beplankung aufgrund Dicke 0.0 gar nicht erzeugt werden würde.

1.7        Optionales Modul: Blockbau

Folgende Funktionen wurden ergänzt:

  • Einstellung für Bohrungen in der Blockwand
  • Ausführung für Türöffnungen
  • Ausführung für Fensteröffnungen
  • Ausführung für Pfettendurchdringungen

1.8        Optionale Module: Deckenelementierung und Dachflächenelementierung

Nach Version in Update 6.01 wurden folgende Funktionen ergänzt:

  • Elementstoß ergänzen
  • Elementstoß verschieben
  • Elementstoß löschen
  • Elementeinstellung bearbeiten: Die Elementeinstellung an einem einzelnen Element anpassen.
  • Elementnummern neu vergeben
  • Bauteile Zuordnung aufheben
  • Elementierung neu berechnen
In der Eingabe der Feldbalken bzw. Aufteilsparren kann nun am Anfangs- und Endabstand der Verteilung entschieden werden, ob dort ein Bauteil erzeugt werden soll. Wenn man kein Bauteil erzeugt, kann man so einfach das Restfeld für die Verteilung verändern. Dies ist insbesondere hilfreich für ein gleichmäßiges freies Bundmaß das auch zu den Bauteilen an den Elementgrenzen hin gilt.

1.9        Dachausmittlung

In der Traufhöheneingabe gibt es eine neue Hilfsfunktion, mit der die Traufhöhe über den Schnittpunkt aus Unterkante Sparren und Innenkante Kniestock berechnet werden kann.
In der Eingabedialogbox für die Dachattribute gibt es die Möglichkeit Dachknicke einzugeben. Unterhalb dieser Tabelle gibt es jetzt zwei Hilfsfunktionen mit deren Hilfe man die Höhe des Dachknickes für einen Aufschiebling und für ein Mansarddach (Ok-Pfette) ermitteln kann.
Windschiefe und andere nicht ebene DachflächenAuf Basis einer bestehenden normalen Dachfläche oder eines Dachkonturpolygones können windschiefe Dachflächen erzeugt werden. Zur Vorgabe der Verziehung werden 2 Linien angewählt. Zu diesen kann für den Abstand der Dachfläche ein lotrechtes aber auch ein rechtwinkliges Obholz vorgegeben werden; beim rechtwinkligen Obholz erhalten dann alle Sparren ein gleiches rechtwinkliges Obholz, wenn die Linie eine entsprechende Pfettenkante war. Andere typische Linien sind Traufen oder Firste, die beide horizontal bleiben sollen, im Grund gesehen aber nicht parallel sind. Für die windschiefe Dachfläche können noch Bereiche von der Verziehung ausgeschlossen werden, damit man an Graten und Kehlen weiterhin gerade Bauteile eingeben kann.

Andere nicht ebene Dachflächen können über die ‚direkte Freie Dachfläche‘ abgegriffen werden. Hier sind auch Dachflächen möglich, die nicht ‚windschief‘ im eigentlichen Sinne  sind, z.B. wellenförmige Dachflächen. Es wird aber bei diesen Dachflächen eingehalten, dass die im Grunde parallelen Sparren gerade bleiben.

Auf diesen windschiefen und nicht ebenen Dachflächen können Sparren, steigende Pfetten, Grat- und Kehlsparren eingegeben werden. Diese und die Dachflächen bilden dann gute Voraussetzungen für die Bearbeitung in der Freien Konstruktion.

Wände werden mit diesen Dachflächen verschnitten und Kamine erzeugen entsprechende Öffnungen.

An diesen Dachflächen werden die entsprechenden Linientypen automatisch erkannt. Von den Dachflächen und den Dachlinien können entsprechende Aufmaßwerte abgelegt werden.

1.10     Dachtragwerk

Neue Optionen in steigenden Pfetten:

  • steigende Pfetten können auch in Dachkonturpolygonen ohne Dachfläche über zwei Punkte positioniert werden (Vorbereitung einer windschiefen Dachfläche)
  • wird eine steigende Pfette in einer windschiefen Dachfläche eingegeben, so wird automatisch nach zwei Punkten gefragt, an denen das vorgegebene Obholz eingehalten werden soll. Die Berechnung erfolgt so als ob jeweils ein Sparren durch die Punkte verläuft an dem das Obholz eingehalten werden soll.
In der Sparreneingabe kann jetzt für jeden einzelnen Sparren eingestellt werden, ob er als Feldgrenze berücksichtigt werden soll. Dies hat Auswirkung bei der Aufteilung eines Feldes und bei der Belegung der Dachfläche mit dem Dachassistent. Soll ein Sparren nicht als Feldgrenze berücksichtigt werden, wird er vom Programm bei einer Aufteilung oder der Belegung mit dem Dachassistenten ignoriert, so als ob er gar nicht existieren würde.
Sparren können jetzt schon bei der Eingabe sowohl am oberen als auch am unteren Ende verkürzt werden. Bisher konnten Sparren auf diesem Weg nur wahlweise oben oder unten verkürzt werden. Zusätzlich sind neue Bezugslinien für die Verkürzung ergänzt worden. So kann ein Sparren auch automatisch an der ersten Pfette von unten oder der ersten Pfette von oben abgeschnitten werden.
Die Gratsparren können auf der Unterseite ausgekehlt werden. Dazu muss man nur einschalten, dass man dies so haben will und das Programm erzeugt die passende Auskehlung automatisch.
Die Kehlsparren können auf der Unterseite abgegratet werden. Dazu muss man nur einschalten, dass man dies so haben will und das Programm erzeugt die passende Abgratung automatisch.
Sparrendachkonstruktionen mit verschiedenen Knaggentypen oder einer Widerlagerkonstruktion können jetzt wieder eingegeben werden. Die neue Funktion wurde so realisiert, dass die notwendige Information an jede beliebige Pfette gehängt werden kann und alle Sparren, die Kontakt mit dieser Pfette haben, bekommen automatisch die notwendigen Anschlüsse.
Sparrenwechsel: Die Identnummer für die Wechsel- und Füllhölzer wird nun von den Sparren übernommen an den die Wechsel anschließen.

1.11     Gauben

Bei den Gauben kann jetzt ein Dachüberstand von 0.000 eingegeben werden. Der zwischenzeitlich technisch notwendige Mindestdachüberstand von 2-3mm ist jetzt nicht mehr nötig.

1.12     Freie Konstruktion

Werkzeuge – Abschnitte – Knotenschnitt:Funktion, die das Zusammenschneiden von zwei oder mehr Bauteilen an einem oder mehreren Knoten in einem Schritt erlaubt. Die Abschnitte können mit verschiedenen Optionen ausgeführt werden, z.B. ‚Winkelhalbierend‘, ‚entlang Falllinie‘ oder ‚Seitenflächen bündig‘. Die Schnittführung läuft wahlweise durch einen zentralen Punkt oder die Schnittpunkte der oberen Flächen. Der zentrale Punkt kann automatisch ermittelt oder vorgegeben werden. Typische Situationen sind: Mehrere Grat- und Kehlsparren, die an einem Anfallspunkt zusammen laufen, Rahmenecken von Wintergärten aber auch die vielen Situationen von Bauteilen, die an einer Ecke auf Gehrung zusammen geschnitten werden sollen. In der Funktion kann man die Bauteile, die an einem Knoten anliegen, in der Reihenfolge ihrer Nachbarschaft vorgeben (Einzel). Die Funktion kann aber auch in einer Gruppe von Bauteilen feststellen welche Bauteile an welchem Ende einen Knoten bilden; sie müssen an diesen Ende nur kollidieren, also sich etwas durchdringen. So kann man z.B. einen typischen Rahmen aus 4 Bauteilen in einem Schritt an allen vier Ecken winkelhalbierend zusammen schneiden.
Werkzeuge – Bohrungen – Bohrung auf beliebiger Kontaktfläche: Mit dieser Funktion werden an Bauteilen, die sich an einer beliebigen Kontaktfläche berühren, bis zu vier Bohrungen in dieser Kontaktfläche erzeugt. An jeder Bohrung können zusätzlich Versenkbohrungen und Verbindungsmittel erzeugt werden. Bei der Auswahl ‚Eine Gruppe‘ werden alle Bauteile gleich gebohrt. Erfolgt die Auswahl über ‚Gruppen‘, so können die Bohrungen und Verbindungsmittel für die 2te Gruppe anders eingestellt werden. Wird eine Bohrung in der Kontaktfläche erzeugt, so liegt diese im Zentrum des Bohrbildes. Bei zweien liegt das Zentrum in der Mitte zwischen diesen. Drei Bohrungen liegen in einer Reihe und das Zentrum liegt auf der mittleren Bohrung. Bei 4 Bohrungen entstehen 2 Bohrreihen mit je 2 Bohrungen und das Zentrum liegt im Schnittpunkt der Diagonalen durch dieses Bohrbild. Bei mehr als einer Bohrung kann die Richtung der Bohrreihe vorgeben werden, z.B. vertikal, winkelhalbierend usw.Die Tiefe der 2ten Bohrung (Versenkbohrung) gibt die Mindesttiefe der Bohrung an. Bei schrägen Bohrungen dringt die Bohrung also auf dem Umfang der Bohrung an Stelle mindestens so tief in das Bauteil ein. Für eine Tiefe 0.0 wird dann so tief gebohrt, dass gerade die Grundfläche der Bohrung vollständig ist und eine volle Auflage, z.B. für eine Beilagscheibe, gewährleistet ist.

Eine Besonderheit ist das ‚Zentrale Bauteil‘: Findet die Funktion zu beiden Seiten eines Bauteiles Kontaktflächen zu anderen Bauteilen und überlappen sich diese Kontaktflächen in Längsrichtung des Bauteiles, so wird dieses Bauteil zum zentralen Bauteil (zwischen 2 anderen Bauteilen). Eine typische Situation ist ein Pfosten zwischen 2 Kopfbändern. Nun werden die Bohrungen nicht mehr senkrecht zur Kontaktfläche, sondern senkrecht zum zentralen Bauteil erzeugt. Sie werden auch so gegenüber gelegt, dass im zentralen Bauteil nur eine Bohrung zur Verbindung mit beiden äußeren Bauteilen erzeugt wird. Versenkbohrungen entfallen dann auch automatisch.

Werkzeuge – Bohrungen – Bohrung paralleler Bauteile: Parallele Bauteile, die auch parallele Seitenflächen haben, können mit dieser Funktion über Bohrungen verbunden werden. An jeder Bohrung können zusätzlich Versenkbohrungen und Verbindungsmittel erzeugt werden. Bei der Auswahl ‚Eine Gruppe‘ werden alle Bauteile gleich gebohrt. Erfolgt die Auswahl über ‚Gruppen‘, so können die Bohrungen und Verbindungsmittel für die 2te Gruppe anders eingestellt werden.Die Bearbeitungen werden über die überlappende Länge aufgeteilt. Wahlweise können dann andere Bearbeitungen an den Stäben berücksichtigt werden: Die Bohrungen werden, wenn möglich, so verschoben, dass sie den eingebbaren Mindestabstand zu der nächsten Bearbeitung haben. Dabei werden Bearbeitungen wie Markierungen, Bohrungen, Zapfen etc. berücksichtigt; Längsbearbeitungen wie Abgratungen, Nuten und Fälze werden ignoriert. Sollen auch Stellen berücksichtigt werden, an denen ein anderes Bauteil stumpf anstößt, so muss dieses mit ‚Anschneiden‘ verbunden worden sein.
Werkzeuge – Markierungen – Löschen: Hier kann nun ausgewählt werden, welcher Markierungstyp vom Löschen betroffen ist: Bauteilmarkierungen, Mauerrisse, organisatorische Markierungen.
Beim Positionieren oder Zuweisen von Punktsymbolen wird das Koordinatensystem der betroffenen Bauteile angezeigt. So können Anfang, Ende und die Bauteilseiten besser erkannt werden.
Die Abfragen für viele Punktsymbole sind in ‚Meter‘ [m] definiert. Arbeitet der Anwender in einer anderen Einheit, so musste er bislang an diesen Stellen umrechnen. Nun werden Abfragen, die in [m] definiert wurden bei der Abfrage automatisch in der momentan eingestellten Einheit abgefragt. Die Einheit wird auch in der Abfrage entsprechend angezeigt.
Neue Verschneidungsart ‚Querschnitt T-Stoß‘ in Verschneidungssätzen:Die Verschneidungsart ‚Querschnitt‘ betrifft alle Bauteile, die von den harten Bauteilen berührt werden. In der neuen Verschneidungsart werden nur weiche Bauteile berücksichtigt zu denen das harte Bauteil wie bei einem T-Stoß verläuft. Es werden also alle weichen Bauteile ignoriert, deren ZoX-Ebene parallel zur X-Achse des harten Bauteiles ist.

1.13     Bauteilbearbeitungen in Wandkonstruktion, Deckenkonstruktion, Dachtragwerk und
Freier Konstruktion

Erweiterung bei den Wandmarkierungen: Auf Schwelle und Rähm können Markierungen von der Lage 0 von angrenzenden Wänden erzeugt werden. Die Markierungen können auf der Stab Ober- bzw. Unterseite und/oder auf der Stabseite erzeugt werden. Auf Gibelrähmen können die Markierungen rechtwinklig oder lotrecht erzeugt werden.

2      Pläne, Planprogramm

2.1        Planvorlagen

Planvorlagen werden durch die neue Funktion 1-6-2 automatisch für die vorhandenen Ausgabegeräte erzeugt. Diese Funktion wird beim ersten Starten des Programms automatisch angeboten. Es werden Planvorlagen in den gängigen Formaten mit und ohne Legende erzeugt. Sie enthalten grundsätzlich ein Fenster. Der Name der Planvorlage enthält das Format und den Namen des Ausgabegerätes.

2.2        Ablage der Pläne, Aufruf Planprogramme

Bei der Ablage der Pläne mit einer Vorlage kann jetzt eine Planinfo im Kommentarfeld eingegeben werden. Wenn man dabei das Kennwort %Planinfo% eingibt wird an dieser Stelle eine automatisch ermittelte Planinfo eingefügt.

2.3        Grundrißplan

Die Vermaßung der Wände und deren Öffnungen kann sich nun wahlweise auf die Kernlagen beziehen. Damit kann z.B. ein Montageplan erstellt werden, deren Vermaßung sich auf die Rohwände bezieht die dabei aufgestellt werden.

2.4        Sparren-Pfetten-Plan

Beschläge können dargestellt und beschriftet werden.
Die Beschriftung des Dachtragwerks kann jetzt stabartabhängig geschaltet werden.
Die Balken des Deckentragwerks können jetzt auch wie das Dachtragwerk beschriftet werden.
Dachelemente können dargestellt, beschriftet und vermaßt werden.
Darstellung in einer Zeichnung: In einer Zeichnung kann wahlweise das ganze Dach oder jede Dachfläche einzeln abgelegt werden. Wenn jede Dachfläche einzeln auf dem Plan eingefügt wird, werden alle Dachflächen so gedreht, dass die Traufe parallel zum unteren Planrand verläuft.
Dachflächenwahl: Bei der Auswahl in der Ablagedialogbox für den Sparren-Pfetten-Plan gibt es jetzt die Option ‚Dachflächenwahl‘. Damit wird kann man nach dem Verlassen der Dialogbox mit ‚Ok‘ grafisch die Dachflächen wählen, die im Sparren-Pfetten-Plan dargestellt werden sollen. So lassen sich die Sparren-Pfetten-Pläne bei besonders großen Dächern übersichtlicher gestalten.

2.5        Deckenplan

Deckenelemente können dargestellt, beschriftet und vermaßt werden.
Deckenelemente können als Einzelelemente in einem eigenen Plan abgelegt werden.

2.6        Dachelementplan

Neue Planablage, mit der einzelne Dachelemente senkrecht zur Dachfläche dargestellt, beschriftet und vermaßt werden.

2.7        Einzelstabzeichnungen

Im Textfeld werden jetzt die Paket-Elementnummern angegeben, zu denen der Stab gehört.
Mit der Ablage für Einzelstabzeichnungen in DICAM können nun auch Bauteile der Bauteilarten ‚Platte‘ und ‚Formteil‘ abgelegt werden, wenn die Auswahl ‚aktive Bauteile‘ verwendet wird und diese Bauteile aktiviert wurden. In den anderen Modellbereichen und bei der Auswahl ‚Alle..‘ werden wie bisher nur Bauteile mit den Bauteilarten ‚Stab‘ oder ‚Profilstab‘ abgelegt.

2.8        Eingabefunktionen

Funktion ‚Kopieren im Bogen‘

2.9        Texte

Neue Funktion ‚Beschriftung‘. Mit den Beschriftungen kann man Texte im Plan platzieren, die gleichzeitig einen Pfeil zu einem Referenzpunkt erzeugen. Diese Pfeile können gerade, einfach oder zweifach geknickt sein. Für die Beschriftungen wurde eine Erweiterung im Textstil eingebaut. Dort kann man jetzt für jeden Textstil eine Einstellung für die Referenzlinie machen. Im Menü ‚Texte‘ gibt es jetzt ein Untermenü ‚Beschriftungen‘. Dort findet man alle Funktionen zum Eingeben und Verändern von Beschriftungen. Die Beschriftungen können einen Rahmen oder nur eine Unterstreichung bekommen. Dies macht man über die Rahmeneinstellungen im Textstil.

3      Schnittstellen allgemein

3.1        Import – Gebäude – DTH (Sondermodul!)

Neben den Wänden werden aus DTH nun auch Deckenfelder und Dachflächen, die über Referenzpolygone beschrieben sind, importiert. Beim Import werden zunächst die verschiedenen Ausführungen der Gebäudeelemente der Importdatei zusammengestellt. Diesen können dann entsprechende Ausführungen aus dem Bauwerk zugewiesen werden und nach dem Import liegen so bereits die fertigungstechnisch richtigen Ausführungen mit allen Lagen usw. vor.

3.2        Import – Gebäude – IFC (Sondermodul!)

Wände, Deckenfelder, Dachflächen und Bauteile können aus IFC importiert werden. Beim Import werden zunächst die verschiedenen Ausführungen der Gebäudeelemente der Importdatei zusammengestellt. Diesen können dann entsprechende Ausführungen aus dem Bauwerk zugewiesen werden und nach dem Import liegen so bereits die fertigungstechnisch richtigen Ausführungen mit allen Lagen usw. vor. Zudem können den Bauteilen entsprechende Identnummern zugewiesen werden.

3.3        DICAM – Import – SAT (Sondermodul!)

Erkennung von Volumen mit rundem Querschnitt.
Erzeugung von Bohrungen aus Körpern mit rundem Querschnitt und einem maximalen Durchmesser von 0.1 m
Neu unterstützte SAT-Versionen: 15Mittlerweile unterstützte Versionen: 1, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 11, 13, 14, 15

Erfolgreiche Importe insbesondere aus CadWork und Solidworks

3.4        DICAM – Import – Nagelbinder Mitek (Sondermodul!)

Vollständig überarbeitet: Importiert nun Mitek-Dateien mit der Dateierweiterung 3ds, die von jedem Mitek-Anwender erzeugt werden können.

4      Maschine

4.1        Postprozessor

K1 / K2-4 / K2-5
Zapfen können mit verschiedenen Parametern zum Erzeugen einer Fase am Zapfen übergeben werden.
Der Positionierpunkt (Quermaß) für Freikerven und Freiblätter wurde so geändert, dass er immer innerhalb des Stabes liegt.
Schräge Markierungen können als Freikerve übergeben werden.
Die Bearbeitung ‚Dove Tail‘ kann als Dove Tail oder in einzelne Bearbeitungen zerlegt an die Maschine übertragen werden.
Schmidler (IST)
Übergabe der Blockbaubearbeitung ‚Viertelblatt‘ eingebaut.
Je nach Einstellung im Postprozessor werden jetzt „Stellbrettnuten“ als Stellbrettnut oder als Ausblattung übergeben.
Ein Anschnitt kann an die Schmidler übergeben werden.
Übergabe von steigenden Kerven.
Übergabe von Versatz und Versatz mit Zapfen als eigenständige Bearbeitung.
Übergabe von geschweiften Profilen.
Übergabe von Schwalbenschwanzzapfen auf der Schifterfläche.
Krüsi
Option ‚Bohrungen ausrissfrei‘ im Postprozessor einschaltbar.
Übergabe von Schwalbenschwanzzapfen auf der Schifterfläche.
Übergabe von Zapfen auf der Schifterfläche.
Übergabe von steigenden Kerven.
Übergabe aller Zapfen mit der neuen Beschreibung von IST.
Übergabe von Fasen. Wenn mehrere Fasen mit Winkel 45°, identischer Länge und Längsposition existieren werden diese zu einer Bearbeitung zusammengefasst.
Übergabe schräger Ausnehmungen durch Zerlegung in 2 Zapfenlöcher.
Übergabe von Versatz und Versatz mit Zapfen als eigenständige Bearbeitung.
Übergabe von geschweiften Profilen.


4.2        Postprozessor Wand und Platte –  Hundegger PBA

Bei der PBA-Übergabe kann man jetzt die offene Ausnehmung auch mit Säge und Kreissäge übergeben, wenn man bei der Ablage nicht Kontur sondern ‚Bearbeitungen‘ eingestellt hat. Dazu hat man in PPWand bei der Bearbeitung ‚offene Ausnehmung Hauptseite‘ die selben Optionen bekommen wie bei ‚Konturlinie Falz‘.
Festes Makro für Markierungen: Für Markierungen kann man jetzt ein festes Makro übergeben. Dazu stellt man die gewünschte Makronummer ein, die anstatt des automatisch ermittelten Makros verwendet werden soll. So lassen sich Markierungen zum Beispiel auch mit der Säge fahren.
Festes Makro für Außenkonturlinie Abschnitt: Für die Außenkonturlinie Abschnitt kann jetzt ein festes Makro eingestellt werden. Anstatt des automatisch ermittelten Makros wird dann das voreingestellte Makro verwendet. So kann die Außenkonturlinie auch mit einer Kombination aus Säge und Fräse gefahren werden.
Wenn wegen zu hoher Frästiefe nachgesetzt werden muss, setzt das Programm jetzt nicht mehr mit einer festen Tiefe nach. Dabei hatte sich für die letzte Fräsung oft nur noch eine minimale Frästiefe ergeben. Jetzt wird die Tiefe der einzelnen Fräsungen gemittelt und damit sind alle Fräsungen beim Nachsetzen gleich tief.

4.3        Postprozessor Wand und Platte –  Weinmann

Stäbe mit schrägen Abschnitten werden jetzt auch mit schrägen Abschnitten übergeben.
Die Nagelreihen an den Bauteilen mit schrägen Abschnitten wurden ebenfalls überarbeitet. Da der Startpunkt auch immer mit einem Rechteckquerschnitt des Stabes berechnet wurden, lag der erste Nagel in den meisten Fällen außerhalb des Stabes. Daher wird jetzt auch für die Berechnung der Nagelreihen der schräge Abschnitt berücksichtigt.
Unterschiedliche Nagelabstände in einer Lage: Man kann über die materialabhängigen Funktionen für bestimmte Materialien einen anderen Nagelabstand definieren als man ihn allgemein für die betroffene Lage eingestellt hat. So lassen sich unterschiedliche Nagelabstände in einer Lage definieren.
Schwellen und Rähme für Multiwand zusammenfassen: Über eine Einstellung kann man angeben, ob bei einer Multiwand die Schwellen und Rähme zusammengefasst werden sollen oder nicht.
Die Sperrflächen unterbrechen gegebenenfalls eine Nagelreihe. Es konnte dabei vorkommen, dass ein Nagel ganz knapp neben einer Sperrfläche lag und daher nicht entfernt wurde. Durch verschiedene äußere Umstände (Breite des Nagelkopfes, schräg eingeschlagene Nägel) konnte es dann aber passieren, dass die Säge/Fräse trotzdem in diesen Nagel gefahren ist. Daher verbreitern wir jetzt automatisch die Sperrflächen um den Abstand den man als Nagelabstand zur Plattenkante eingegeben hat. Diese Verbreiterung wird auf beiden Seiten der Sperrfläche berücksichtigt.

4.4        Postprozessor Wand und Platte – Homag-Oberfräse

Maschinendatenübergabe an die Homag-Oberfräse kann jetzt auch aus der Deckenkonstruktion heraus gemacht werden.

5      Baudatenprogramm

5.1        Materiallisten

Identnummer – Set: Wird für die Verbindungsmittelliste ein Verbindungsmittel übergeben, das mit einem Identnummer-Set verbunden ist, so werden zusätzliche Zeilen mit den zugeordneten Identnummern erzeugt. Z.B: Ein Schraubbolzen hat die Identnummer ‚Bolzen 12 mm‘. In einer Liste werden für Wand_1 6 Stück und für Wand_2 10 Stück dieser Bolzen eingetragen. Beim Einlesen der Ablage stellt das Baudatenprogramm fest, dass an der Identnummer ‚Bolzen 12 mm‘ ein Set mit 2 Stück der Identnummer ‚Beilagscheibe 12 mm‘ und 2 Stück ‚Mutter M12‘ hängt. In der Verbindungsmittelliste werden nun für Wand_1 zusätzliche Zeilen mit jeweils 12 Stück und für Wand_2 zusätzliche Zeilen mit jeweils 20 Stück ‚Beilagscheibe 12 mm‘ und ‚Mutter M12‘ erzeugt. Damit haben alle Funktionen zum Erzeugen von Verbindungsmitteln (Bohrungen, Punktsymbole, DLMs usw.) die Möglichkeit in einem Schritt ein ganzes Set von Verbindungsmitteln zu erzeugen. Dies ist möglich ohne in den einzelnen Funktionen unübersichtliche Erweiterungen der Dialogboxen vornehmen zu müssen.

5.2        Bauteilkatalog

Identnummer – Set: Einer Identnummer mit der Bauteilart ‚Verbindungsmittel‘ kann ein Set von Identnummern anderer Verbindungsmittel zugeordnet werden. Dabei kann die jeweilige Stückzahl festgelegt werden. So kann ein Schraubbolzen mit Beilagscheiben und Muttern verknüpft werden. Dies wird bei der Erzeugung von Verbindungsmittellisten automatisch berücksichtigt (siehe Materiallisten).

Kommentarfunktion nicht verfügbar.