Deckentyp bzgl. ausgebautem Raum

Bei der Eingabe von Decken kann zwischen verschiedenen Deckentypen gewählt werden. Diese Auswahl hat weitreichenden Einfluss auf die Dachausmittlung, Schalungseingabe und Aufmaßermittlung. Doch welcher Deckentyp ist für welche Situation geeignet?

Zwischendecke:

Die Zwischendecke sollte in allen Situationen verwendet werden, die nicht den unten beschriebenen Ausnahmefällen entsprechen. Sie trennt zwei bewohnte Geschosse voneinander, muss aber auch zwischen Wohnraum und Keller verwendet werden sowie bei der Bodenplatte (Sohle). Der „Deckentyp bzgl. ausgebautem Raum“ sollte insofern nicht mit der „Nutzungsart gemäß ENEV“ verwechselt werden! Zwischendecken werden automatisch durch Dachflächen begrenzt, also zurückgeschnitten. Bis zu welcher Dachlage ihre Lagen laufen sollen, kann in der Dachflächenausführung eingestellt werden. (siehe Hilfe Kapitel 7.4.3.2.4)

Grenzdecke:

Die Grenzdecke trennt ein ausgebautes (bewohntes) Dachgeschoss von einem unausgebauten Dachgeschoss (z.B. Kriechspeicher). Die Grenzdecke ist nur im Dachbereich zu verwenden, also wenn die Decke vollständig oberhalb der Traufe der Dachflächen liegt. Wird dies nicht berücksichtigt, werden im Dach absolut keine inneren Lagenplatten erzeugt. 

Ausgebauter Bereich im OpenGL

Der Bereich unterhalb der Grenzdecke wird bei der Ermittlung der Vordachbereiche als „ausgebauter Bereich“ bewertet, der Bereich oberhalb der Grenzdecke als „nicht ausgebauter Bereich“. Hiernach richtet sich dann die  Belegung mit Schalung und Beplankung (Rauhschalung/ Sichtschalung/ Aufdachdämmung), die Erzeugung von inneren Lagenplatten (z.B. Gipskarton im ausgebauten Bereich) und letztendlich das Aufmaß. Grenzdecken werden ebenfalls automatisch durch Dachflächen begrenzt, einstellbar in der Dachflächenausführung.

 Grenzdecke vs. Zwischendecke+

Unverschnitten:

Der Einsatz der unverschnittenen Decke macht ebenfalls nur im Dachbereich Sinn, da Decken generell nur von Dachflächen verschnitten werden: Bei der unverschnittenen Decke wird verhindert, dass die Deckenkontur durch die Dachflächen begrenzt wird. Die Form der Decke richtet sich also nur noch nach der Form der Deckenkontur. Mit der unverschnittenen Decke kann also z.B. ein Freisitz erzeugt werden.

Unverschnitten vs. Grenz. bzw. Zwischendecke

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